Zwei Hamburger Modelabels haben in den letzten beiden Wochen die Hamburger Schanze unsicher gemacht: Fairliebt und recolution haben Ende April / Anfang Mai zum ersten Mal gemeinsam einen Pop Up Store eröffnet. Von den schönsten Perlen der aktuellen Kollektionen (fair produziert, sportlich geschnitten, viele Basics, Bio-Baumwolle)  einmal abgesehen, wurde den Gästen mit Guerilla Gardening und einem Abendprogramm samt Bands und Diskussionsrunden einiges geboten.

 

Fairliebt wurde Anfang 2006 von Wiebke Hövelmeyer und Mathias Ahrberg gegründet. Produziert und genäht wird in Kenia. Die Produkte tragen das Naturtextil-Siegel (IVN). Bedeutet: 100% Biobaumwolle, sichere Arbeitsbedingungen, feste Löhne und keine Kinderarbeit. Der Hauptteil der Produktion bleibt in der Region – zusätzlich existiert ein Mikrokreditsystem, dass mit 50 Cent von jedem verkauften Kleidungsstück unterstützt wird. Der Druck der Shirts und Pullover wiederum wird in Deutschland hergestellt.

 

Die Jungs von recolution® machen wiederum ökologisch und fair produzierte Streetfashion. Ihnen ist Kreativität und soziales Engagement wichtig. Sie verwenden Bio-Baumwolle und produzieren ausschließlich in der Türkei. Wichtig sind hier bei die Richtlinien des GOTS (Global Organic Textile Standard). Dieser definiert soziale Mindeststandards und garantiert in jeder Phase des Herstellungsprozesses eine ökologische und soziale Produktion unter Beachtung von fairen Arbeitsbedingungen und -löhnen.

 

Wir finden: Pop Up Store und faire Mode – wäre eigentlich auch was für den Berliner Design Mob. Danke @fairliebt und recolution für den sonnigen Nachmittag in Hamburg und faire Kollektionen, die auch noch schön aussehen.

Das Foto der Aktion ist aus dem fairliebt-Fotoalbum über die Aktion.