Vergleichbar mit der arte-Dokumentation „Schick, aber schädlich“ (wir berichteten) sind wir in den letzten Tagen auf eine weitere Dokumentation gestoßen, die sich mit Giften in Textilien (und Spielzeugen) beschäftigt: „Das Gift kommt zurück“. Die Arbeit von Inge Altemeier (Vita) aus dem Jahr 2009 wurde im letzten Jahr mit dem Publikumspreis der Ökofilmtour 2010 ausgezeichnet.

Selbst wenn Textilien frei von Chemikalien produziert werden: durch den Transport in Containern können Chemikalien wieder in die Stoffe gelangen - und damit auf unsere Haut

Im Mittelpunkt der Dokumentation stehen Container aus Übersee, die am Hamburger Hafen be-, ver- und entladen werden.  Jeder fünfte Container, der dort geöffnet wird, soll nach Expertenmeinung mit giftigen Substanzen belastet sein. Immer mehr Menschen erkranken an diesen Giften, die auch in unseren Textilien sind.

Nach wie vor gibt es für Importware keine Grenzwerte für Pestizide. Zudem werden zahllose Container aus Gründen des Transportschutzes mit Nervengiften besprüht, bevor sie die Umschlaghäfen in Europa erreichen. Findet etwa der Hamburger Zoll einen solchen Container, hat er keine Möglichkeiten den Verbraucher zu schützen und die Ware beispielsweise zu beschlagnahmen – obwohl viele dieser gesundheitsschädlichen Gifte in Europa längst schon verboten sind.

Die Autorin sucht nach den Ursprüngen der gefundenen Gifte in den Container und den dort enthaltenen Waren. Diese Suche führt sie nach Indien und China. Die Dokumentation erzählt unter anderem von immer mehr Menschen, die auch in Norddeutschland wegen der belasteten Ware schwer erkranken.





Unsere Empfehlung: Die 45-minütige Dokumentation kann über den Shop von Globalfilm bestellt werden.