Immer häufiger stellen sich viele meiner Freunde die Frage, was sie aus ihren „alten“ Klamotten machen können. Zumeist entsprechen sie nicht mehr dem aktuellen Gusto oder erinnern an längst vergangene Zeiten, die auch vergangen bleiben sollen.

Deswegen greifen einige selbst zur Nähmaschine und werten ihre Klamotten auf oder harren an einem Wochenende auf einem Flohmarkt aus, um einige Teile zu verkaufen. Doch was macht man bitte aus alten Handtüchern oder Wolldecken, die vielleicht noch zu Großmutters Zeiten en vogue waren oder einfach nur warm hielten?

Für diese und weitere Fragen liefert die französische > Recycling-Designerin Katell Gélébart beeindruckende Antworten. Ob Anzüge aus ukrainischen Militärdecken, ein Abendkleid aus Barilla-Plastikverpackungen und ein Mini-Kleid aus einem alten Handtuch: Gélébart findet fast für jedes Material eine modisch-kreative Lösung.

Dabei setzt sie vollständig und ausschließlich auf Materialien, die bereits vorhanden sind, also Verpackungen aus neuseeländischen Haushalten, Seide aus indischen Produktionsüberschüssen, Filz aus ukrainischen Armeebeständen oder alte Leinensäcke der Deutschen Post und will damit offensiv Konsumwahn, Verschwendung und Oberflächlichkeit in unserer Gesellschaft kritisieren.

Wer mehr über die > preisgekrönte Designerin erfahren möchte und darüber hinaus einige ihrer Kreationen aus der Nähe betrachten will, dem sei ein Besuch in Hamburg ans Herz gelegt. Dort werden ihre Arbeiten noch bis zum 6. Mai im > Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellt.

Aber nicht nur deswegen ist Hamburg momentan genau das > richtige Ziel für eine modische Kunstreise.