Dessous- und Unterwäschelabels haben schon immer auf edle Materialien und eine anspruchsvolle Verarbeitung gesetzt. Immer häufiger setzt sich jetzt auch der Trend zu mehr Bio-Qualität und der Verwendung von Naturfasern. Dessous-Expertin Lea Becker stellt uns zwei Labels vor. 

Von Lea Becker

Natürliche Materialien bei Luva Huva

Märchenhaft schön und auch noch ökologisch korrekt: Die britische Unterwäsche- und Loungewear-Marke Luva Huva bietet Lingerie an, die – so das Label – aus 100 Prozent Bambus- und Biobaumwolle gefertigt wird. Darüber hinaus wird bei der Produktion auf ethisch korrekte und nachhaltige Bedingungen geachtet.

Ziel der Marke aus England ist es aufzuzeigen, dass die natürlichen Materialien zu wunderschöner  Kleidung verarbeitet werden können – und all das per Hand. Die süßen Knickers, BH und Tops zeigen einen zurückhaltenden, sehr basic-orientierten Look. Durch Farben wie Koralle, Rot, Pastellen und Streifenmustern versprüht die Kollektion Sommerlaune und jugendlichen Charme.Die aktuelle Kampagne wurde an einem Ort in Norfolk an der Westküste Englands abgelichtet und bezieht sich damit auf die Wurzeln von Label-Gründerin Joanna Ketterer. In ihrer Arbeit zieht Joanna Inspiration aus der rustikalen Suffolk-Landschaft, in der sie aufgewachsen ist.

Die wachsende Nachfrage für ein “Mehr” an ethisch und umweltfreundlich produzierten Gütern erkennend sowie das britische Handwerk und die Fertigung neubelebend, sollten Mann und Frau diese Marke im Auge behalten.

Vegane Dessous von Lost in Wonderland

Nachhaltigkeit  und  veganer  Lebensstil  lassen  sich  wunderbar  auf  die Mode übertragen. Dieses Prinzip funktioniert auch bei Unterwäsche, wie  das neue Berliner Label “Lost in Wonderland” von Scarlett Großelanghorst mit wundervollen Dessinierungen, knalligen Farben und Marie Antoinette-Attitüde beweist.

Auf der Pariser Wäschemesse Mode City im vergangenen Juli war das Label der Geheimtipp bei Bodywear-Redakteure und Blogger der Szene. Denn Scarlett Großelanghorst bezieht für ihre sinnlich-süßen Dessous alle Materialien aus Europa – das soll gute Qualität und kurze Transportwege garantieren – und lässt auch in Europa produzieren. Ein Teil der Kollektion entstand zudem auf einer 200 Jahre alten Maschine, einer Handwerkskunst, die fast nur noch in  Frankreich  angeboten  werde, so die Designerin auf Nachfrage.

Neben dem Wunsch, umweltfreundlich und ressourcenschonend zu arbeiten, ist Scarlett eine vegane Arbeits- und Lebensweise wichtig. Statt tierischer Seide vom Seidenspinner verwendet sie für ihre Kreationen einen Mix aus hochwertigen Naturfasern, der sich wie Seidenchiffon anfühlt, aber so fein wie ein Musselin ist. Aus diesem Stoff sowie Spitze, transparentem Tüll und Satin entstehen dann die Dessous von “Lost in Wonderland”.

Verspielt sind die Details wie Raffungen, Cut-Outs und Layering-Effekte und  feinste  Spitze, die der Wäsche einen dekorativen Look verleihen. Farblich finden sich Schwarz, Nude und Nachtblau als klassische Wäschefarben sowie Violett, Türkis und Fuchsia als Trend-Kolorits für den kommenden Herbst.

 

Über Dessous Diary

Hinter Dessous Diary steht Lea Becker. Seit Februar 2012 schreibt sie über Edles, Schönes, Praktisches und Wissenswertes zum Thema Dessous, Wäsche, Loungewear und Bademoden. Die Idee, ein  Blog “für Drunter” zu führen, entstand durch ihre redaktionelle Tätigkeit für ein Bodywear-Fachmagazin, dass sich intensiv mit Trends, Designern, Labels und der Zukunft der Wäschebranche befasst. Dessous Diary soll zeigen, das Wäsche genauso vielseitig, inspirierend und faszinierend wie Mode ist. Schließlich hört Stil nicht bei der Unterwäsche auf, sondern fängt dort bereits an. Auch, wenn es nicht jeder sieht! Darum sei es an der Zeit, dass Dessous und Unterwäsche eine gleichwertige Präsenz in der Blogosphäre bekommt: Stilvoll, elegant, frech und detailverliebt.

 

Wer noch mehr über Unterwäsche für Sie wissen will, dem empfehlen wir noch das französische Unterwäschelabel G=9.8, über das wir im Februar bereits berichteten.