Um Unterhosen kommt keiner rum – außer, man(n) trägt gerne unten ohne. Ist aber bei manchen Temperaturen nur dann zu empfehlen, wenn man(n) gebürtiger Schotte ist. Wer schon zum Griff in das H&M-Regal ansetzte und dennoch dem gestählten David Beckham auf der Verpackung widerstehen konnte, dem empfehlen wir eine wirklich wunderbare Alternative: Pants to Poverty aus dem Vereinigten Königreich.

„Zur Hölle mit der Armut“, so könnte man den Labelnamen übersetzen. Pants to Poverty wurde aus der Bewegung „Deine Stimme gegen Armut / Make Poverty History“ gegründet, die sich beim G8-Gipfel 2005 im schottischen Gleneagles engagierten.

In den indischen Ortschaften Semla, Banjipali and Kuibahal wird die zertifizierte Bio-Baumwolle für die Unterhosen und Wäsche-Accessoires von kleinen Communities hergestellt. Sie gehören auch zu Chetna Organic, einem Zusammenschluß von 13 Kooperativen, 1.000 Ortschaften und über 15.000 Baumwollfarmern. Das Besondere: Das Saatgut gehört den Farmern selbst und eine mögliche Verunreinigung mit Saatgut für konventionelle Baumwolle wird eingedämmt.

Pants to Poverty kauft die Baumwolle direkt von den Farmern, unterstützt die Weiterentwicklung der Ansaat sowie einige schulische Projekte mit finanziellen Mitteln und hilft der Kooperative dabei, weitere Käufer für die Bio-Baumwolle zu finden. Die Baumwolle wird dann bei Armstrong weiterverarbeitet, die es seit 1969 gibt und die ihre komplette Produktions- und Verarbeitungskette co²-neutral halten. Gleichzeitig bekommen die Arbeiter einen für indische Verhältnisse fairen Lohn gezahlt. Außerdem soll in Kürze in neues Färbeverfahren umgesetzt werden, welches den Wasserverbrauch während der Herstellung der Unterhosen auf ein Minimum reduziert.

Alles in allem eine gute Wahl, diese Pants to Poverty, wie auch schon unserer Freunde vom Netzwerk Faire Mode feststellen durften. Deswegen: lieber die Finger von David Beckham lassen – gibt nur Ärger und ist so gar nicht mit dem öko-sozialen Gewissen zu vereinbaren.

Foto: Pants to Poverty