„Geplante Obsoleszenz“ ist ein fürchterlicher Begriff, unter dem man sich nicht sofort etwas vorstellen kann. Letztlich meint dieser Begriff aber nur, dass Produkte künstlich so verändert oder produziert werden, dass sie älter aussehen oder von alleine (schneller) altern. Dieser Vorgang wird bewusst in Kauf genommen und geplant.

Dieser Begriff ist tief verwurzelt in unserer heutigen Industrie- und Konsumgesellschaft. Nicht selten gehen elektronische Geräte eine Woche nach Ablauf der Garantie kaputt – und das sicherlich nicht nur wegen Murphy’s Law! Die nachfolgende arte-Dokumentation „Kaufen für die Müllhalde“ wirft in 75 Minuten einen sehr kritischen und prüfenden Blick auf die Entstehung unserer heutigen Gesellschaft.

Der Film zeigt auf, dass das oftmals von Politik und Wirtschaft gewünschte und propagierte unbegrenzte Wachstum in einer begrenzten Welt einfach nicht möglich ist. Ohne Fatalismus und mit einer gehörigen Portion Realismus versucht Autorin Cosima Dannoritzer auch, Alternativen und Lösungswege aufzuzeigen, um der „geplanten Obsoleszenz“ in Zukunft zu entgehen.

Autorin: Cosima Dannoritzer
Ausgestrahlt wurde der Film bereits am 15. Februar 2011 auf arte.
Artikelbild: Jörg Kantel / Schockwellenreiter
via Cee Cee