Greenpeace hat in den letzten Monaten die Modebranche aufgewirbelt. Nicht anders ist zu begreifen, worauf sich ein Moderiese wie Zara oder, wie vor wenigen Tagen, ein Lifestyle-Label wie G-Star bekennen: ihre Kollektionen zu entgiften. Insgesamt 14 Firmen haben sich bereits vertraglich verpflichtet, bis 2020 ihre Produktion chemiefrei zu gestalten. Bei der weiteren Überzeugungsarbeit helfen nicht nur die verschiedenen Detox-Berichte, die Greenpeace veröffentlicht, sondern auch ein wunderbares Manga-Video, dass auf „Detox your fashion“ aufmerksam macht.

Sehr lesenswert ist auch ein Interview, dass Kirsten Brodde mit der Modemacherin Ada Zanditon während der im Januar in Berlin stattfindenden Fashion Week führte. Die Londoner Designerin, die im Jahr 2009 ihr Laufsteg-Debut gab, hat als eine der ersten Modemacherinnen das Detox Manifest unterzeichnet. Mit diesem verpflichten sich Designer dazu, in ihren Kollektionen auf Chemie zu verzichten. Ada Zanditon setzt dabei vor allem auf geschlossene Recycling-Kreisläufe. Alte Kleidung wird auseinander genommen und in neue Kreationen weiterverarbeitet. Dabei nutzt die Designerin Textilabfälle für ihre Entwürfe sowie recycelten Aluminium für ihren Schmuck. Und im Idealfall sollten ihre Kollektionen, wie etwa die Frühjahr/Sommer 2013 Kollektion, kompostierbar sein.

Trickfilm: Greenpeace
Film „Tigress Reign“: Ada Zanditon