Do-Change | Herbst/Winter 2013/2014 Kollektion | Berlin | Foto: Do-Change | DESIGNMOB

Nahezu jeder hat eins, ob nun mit Streifen oder aufgenähter Brusttasche, mit Rundhals oder V-Neck: T-Shirts sind essentiell Begleiter unserer täglichen modischen Entscheidung. Immer häufiger setzen kleiner T-Shirt-Labels wie etwa This is Paull auf Motive, die mehr sind als bloße Designspielereien. Dazu zählt auch Do-Change aus Berlin.

Do-Change ist dabei mehr als nur ein T-Shirt-Label. Die selbst ernannte „One-Man-Show“ von Gründer Florian Münch verfolgt zwei unterschiedliche Ansätze:  Zum einen „die originelle und moderne Verbreitung von Informationen über soziale Missstände weltweit und die Integration dieses Wissens in den Alltag“. Zum anderen „die exemplarische Darstellung eines jungen und dynamischen Unternehmens, das sich ausschließlich als Social Business begreift“. Gute Sache, finden wir, denn die soziale Verantwortung des Labels gilt gegenüber Mensch und Umwelt.

Wir machen seit Anfang 2013 Shirts, die mit modisch teils abstrakten Motiven leicht versteckt auf globale Missstände hinweisen. Dabei sind selbstverständlich alle Textilien fair gehandelt und umweltfreundlich produziert. Einen Teil der Einnahmen geben wir an Partnerprojekte weiter, die von einigen der dargestellten Probleme direkt betroffen sind.
Florian Münch | Do-Change

Kompromisse muss Florian Münch höchstens bei der Produktion machen, die nicht selbst erfolgen kann. Die Textilien stammen von der Firma Stanley & Stella., die Fair Wear- und GOTS-zertifiziert sind. Seit der zweiten Kollektion verwendet Do-Change zudem das auf Wasserfarben basierende GOTS-Siebdruckverfahren der Firma Blackstar. Die Motive thematisieren dabei unter anderem die globale Hungerkatastrophe, die weltweiten HIV-Infektionen und natürlich auch unser eigenes Lieblingsthema „Bildung„.

Do-Change | Herbst/Winter 2013/2014 Kollektion | Berlin | Foto: Do-Change | DESIGNMOB

Die Konsumenten entscheiden bei Do-Change dann selbst, welches der Partnerprojekte unterstützt werden soll. Und am Ende hat der/die Käufer/in ein T-Shirt mit echter Aussage und unterstützt ein sozial engagiertes Unternehmen oder Projekt. Mehr kann man von einem T-Shirt nicht erwarten.

Text: Alf-Tobias Zahn
Fotos: Do-Change

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